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Hückel, Erich (1896-1980), Physiker

Category: Kurzbiografien Published: Monday, 21 July 2014 Written by Alexander

Hückel, Erich Armand Arthur Joseph, Physiker

*9.08 .1896, Berlin-Charlottenburg. Ev. + 16.02.1980, Marburg

V Armand H. (1860-1927), Arzt, Dr. med., Dozent, ab 1894 unabhängiger Wissenschaftler.

M Maria, geb. Maier (1869-1947).

G 2: Walter Karl Friedrich Bernhard(1895-1973), Chemiker;Rudi (1899-1949), Dr. med. Arzt

∞ 18.08.1925 (Göttingen) Annemarie (Anne) Zsigmondi (1904-1990)

K 4: Richard Georg (*1930) Physiker, Bernhard (1931-ca.1976), Geophysiker, Manfred Willy (*1933) Musiker, Irene Marie Luise(*1944), verh. Liessem.

1902 IV – 1914 III                   Schulbildung in Göttingen: bis März 1905 – Vorschule, danach humanistisches Gymnasium

1914 IV – 1916 VII                 Studium d. Physik u. Mathematik an d. Univ. Göttingen

u. 1919 I – 1920 XII

1916 VIII – 1918 V                 Dienst an der „Modellversuchsanstalt für Aerodynamik“, Göttingen

1918 VI – XII                          Seeflugzeugmatrose, ab Juli 1918 beim Versuchskommando in Warnemünde

1921 I 26                                Promotion zum Dr, phil.; Diss.: „Zerstreuung von Röntgenstrahlen durch anisotrope Flüssigkeiten“

1921 IV – 1922 IX                  Hilfsassistent bei D. Hilbert, ab April 1922 Assistent bei M. Born am Mathematischen bzw. Physikalischen Institut d. Univ. Göttingen

1922 X – 1930 IV                   Assistent für Physik an d. ETH Zürich, ab April 1928 – beurlaubt

1924 XII 12                             Habilitation für Fach Physik; H.-schrift: „Zur Theorie konzentrierter wässriger Lösungen starker Elektrolyte“

1928 IV – 1930 IX                  Aufenthalt in London, Cambridge, Kopenhagen u. Leipzig als Stipendiat des Rockefeller Fonds, ab Oktober 1929 – d. Notgemeinschaft d. deutschen Wissenschaften

1930 X – 1937 X                    Beauftragter Dozent für Chemische Physik, ab April 1935 – nicht beamteter a.o. Prof. für Physik an d. TH Stuttgart. Anfang 1931 Habilitation für das Fach Chemische Physik; H.-schrift. „Quantentheoretischer Beitrag zum Benzolproblem. Die Elektronenkonfiguration des Benzols und verwandter Verbindungen“

1937 XI – 1962                       Planmäßiger a.o. Prof. für Theoretische Physik, (bis Nov. 1938 stellvertretender) an d. Univ. Marburg; ab 1961 – persönliche Ordinarius.  

 

Ehrungen: Otto-Hahn-Preis für Chemie u. Physik (1965); Dr. h. c. TH Stuttgart (1966); Mitglied d. Akademie d. Naturforscher Leopoldina, Halle (1966); Dr. h. c. Univ. Uppsala (1973);

Mitglied d. Royal Society, London (1977); Ehrenmitglied d. Bunsen-Gesellschaft (1977).

H. wurde als zweites Kind in eine außergewöhnliche Familie geboren. „Wir haben die besten Eltern gehabt, die es geben kann“, charakterisierte sie H. im Alter (1975, 164). Der Familienvater, ein Mensch von „ungewöhnlichem Intellekt“ (ebd, 16) studierte 1879-1885 Medizin an der Universität Tübingen und wurde dort anschließend Privatdozent für innere Medizin. Er verzichtete aber auf eine akademische Laufbahn, um eine Familie gründen zu können. Seine Begabungen ließ er der harmonischen und gesunden Entwicklung seiner Söhne zukommen. Er war bestrebt, „die Kinder nahe der Natur und in einer geistigen Atmosphäre aufwachsen“ zu lassen (ebd., 28). Dazu ließ die Familie sich 1899 in Göttingen nieder. Dort wuchsen die drei Brüder in einem schönen Haus mit Werkstatt und Laboratorium im Keller, mit einem kleinen und einem großen Garten, die der Vater selbst gestaltete. Den Kindern wurden Grundlagen aller Naturwissenschaften theoretisch und praktisch vermittelt. Später bezeugte H.: „Ich schätze das, was wir von meinem Vater erfahren und gelernt haben, sehr viel höher, als alles, was uns die 9 Jahre Freiheitsentziehung im Gymnasium gegeben oder nicht gegeben haben“ (ebd., 43). Seine Abneigung gegen die Schule behielt H. lebenslang. In seiner Klasse war er übrigens der Zweite. Nur Mathematik, Physik und Chemie waren „Lichtblicke“ für ihn (1975, 63), aber lange konnte er keine Wahl treffen. „Ich entschied mich erst beim Abitur für die Physik. Von der Medizin riet mir mein Vater ab, dieser so verantwortungsvolle Beruf würde mich bei meiner sensiblen Natur und meiner Gewissenhaftigkeit aufreiben“ (1975, 48).

H. genoss nur „ein ungestörtes Semester“ in Göttingen (1970, 181), denn mit Kriegsausbruch wurden die Verhältnisse härter. Auf die Pläne, zusammen mit dem Bruder Walter nach Freiburger Universität zu wechseln, mussten die Brüder verzichten. Mitte 1916 wurde H. als bedingt tauglich eingestuft. Er hatte Glück, eine ihm besser als Hilfssoldatendienst passende Tätigkeit zu finden, und zwar als wissenschaftliche Hilfskraft bei der „Modellversuchsanstalt für Aerodynamik“ unter dem Göttinger Professor für Angewandte Mechanik Ludwig Prandtl (1875-1953), der ihn reklamierte und damit vom Militär freistellte. Hier arbeitete H. mit dem Ingenieur Max Munk (1890-1986), späteren bekannten Aeronautiker; er machte Modellmessungen im Windkanal und führte auch die entsprechenden Berechnungen durch. Im Frühjahr 1918 wurde H. als wehrdiensttauglich geschrieben und als Jäger bestimmt. Munk, der inzwischen beim Seeflugzeugversuchkommando in Warnemünde war, hat ihn aber als seinen Assistenten angefordert, so dass H. von Waffendienst freigestellt wurde und einen Soldatendrill als „Seeflugmatrose“ nur ein paar Wochen erleben musste, die er als „die stumpfsinnigste Zeit meines Lebens“ im Alter bezeichnete; er schrieb davon: „Dieses «Exerzieren» konnte ich mir nur mit der Absicht erklären, dem einzelnen Soldaten das eigene Denken abzugewöhnen, ihn dazu zu bringen, ohne Zögern all‘ das zu tun, was ihm gerade befohlen wird, ob es Sinn hat oder nicht, und die Soldaten zu einer Masse zusammenzuschweißen, so dass sie wie eine Hammelherde dem Leithammel (Offizier) folgen und von den Schäferhunden (Unteroffizieren) zusammengehalten werden.“ (1975, 72). In Warnemünde musste H. bei den Flügen Messungen machen und bearbeiten. Die Resultate seiner Arbeit in Aerodynamik, insgesamt vier Artikel zusammen mit Munk, wurden sein wissenschaftliches Debüt. Ende Dezember wurde er aus Marine entlassen.

Ab Anfang 1919 konnte H. sein Studium in Göttingen fortsetzen. Peter Debye (1884-1966) nahm ihn als Doktorand an. Debye schlug vor, seine röntgenographische Methode der Kristalluntersuchung (Debye-Scherrer-Methode) auf die von Otto Lehmann (→ V, 180) entdeckten „flüssigen Kristalle“ anzuwenden.

Bemerkenswert ist, dass H. sein Versuchsmaterial teilweise von seinem Bruder Walter erhielt. Wegen der zahllosen Komplikationen der Nachkriegszeit „gestaltete sich diese Doktorarbeit als wahres Hindernisrennen“ (A. H., 1965, 382). H. ironisierte später: „Vorteil: ich lernte Steptanz, um keine kalten Füße zu bekommen – das Institut war nicht geheizt“ (1975, 79). Trotzdem wurde die Arbeit erfolgreich beendet. Sie zeigte, dass „flüssige Kristalle“ eigentlich keine Kristalle sind, auch wenn sie Anisotropie besitzen. Debye war seit Sommer 1920 an der ETH Zürich tätig, diskutierte jedoch die Ergebnisse mit seinem Doktoranden in Briefen. Im Dezember 1920 erhielt er das Typoskript der Dissertation, genehmigte sie und teilte seine Meinung an seinen Vertreter Professor Emil Wiechert (1861-1928) mit. In dem Gutachten, das auf Debyes Brief an ihn basierte, schrieb Wiechert: „Die Arbeit ist mit experimentellem Geschick sehr sorgfältig ausgeführt und ermöglicht ein Resultat, welches für die Wissenschaft wertvoll ist“ (UA Göttingen, Promotionsakte H.). Das Doktorexamen nahmen drei Berühmtheiten ab: Wiechert in theoretischer Physik, David Hilbert (1862-1943) in Mathematik und Prandtl in Experimentalphysik. H. bekam für Dissertation und Prüfung ein „sehr gut“.

Mit Debye wurde vereinbart, dass H. nach der Promotion zu ihm als Assistent kommen solle.. Dies erschien jedoch zunächst unmöglich: In der Schweiz bestanden damals strenge Arbeitsbeschränkungen für Ausländer. Zum Glück nahm ihn Hilbert unerwartet als Hilfsassistenten an. Wahrscheinlich war Hilbert durch H.s Antwort über die Relativitätstheorie bei der Doktorprüfung beeindruckt (Karachalios, 2010, 17). H.s Aufgabe war es, in Absprache mit Hilbert die bevorstehenden Vorlesungsstunden vorzubereiten und sie anschließend nachzuarbeiten. Ohne Zweifel hatten die Kontakte mit dem großen Gelehrten Hilbert, sowie dessen allgemeine Vorlesungen über „Denkmethoden der exakten Wissenschaften“ H.s wissenschaftliche Entwicklung bewirkt, insbesondere seine Fähigkeit, über die Grenzen einer einzelnen Wissenschaft hinaus zu sehen.

Nach einem Jahr bei Hilbert bekam H. eine vakant gewordene Assistentenstelle bei Max Born (1882-1970), der 1921 als ordentlicher Professor für theoretische Physik nach Göttingen zurückgekommen war. Bei Born führte H. Berechnungen der Spektren mehratomiger Moleküle durch – aufgrund der alten Quantentheorie (die neue existierte noch nicht). H. konnte diese Arbeit exakt erledigen, die Ergebnisse wurden in einem Artikel zusammen mit Born publiziert. Für ihn war sie jedoch „eine ziemlich unangenehme Formelrechnerei, an der ich wenig Freude hatte“ (1970, 181). Trotzdem machte H. durch diese Arbeit seine ersten Erfahrungen auf dem für ihn neuen Gebiet der Atomphysik.

Zuvor, ab Oktober 1921, hatten ihn Born und Debye als die Herausgeber der „Physikalischen Zeitschrift“ mit der Führung der Redaktionsgeschäfte betraut; diese Pflicht, insbesondere, „ungeeignete Arbeiten abzulehnen“ (1975, 85), erfüllte H. ein Jahr lang bis er endlich nach Zürich gehen durfte.

In Zürich wartete auf H. eine ganz andere Aufgabe – die Erarbeitung einer neuen Theorie der starken Elektrolyten. Die Grundidee war, dass in wässrigen Lösungen, z.B. von Kochsalz, keine Moleküle von NaCl existieren, sondern ausschließlich Ionen Na+ und Cl(d.h., dass die sog. „elektrolytische Dissoziation“ vollständig ist), wobei die Bewegung eines jeden Ions durch die elektrischen Ladungen der Nachbarionen beeinflusst wird. Die ursprüngliche Theorie von Svante Arrhenius (1859-1927), die damals herrschte, nahm an, dass die elektrolytische Dissoziation dem Massenwirkungsgesetz folgt und deswegen unvollständig sei. In Zusammenarbeit entwickelten nun Debye und H. diese Ideen zur Theorie, die thermodynamische Eigenschaften und elektrische Leitfähigkeit verdünnter Lösungen starker Elektrolyte quantitativ beschrieb. Der erste Teil wurde im Mai, der zweite im August 1923 publiziert. Diese Theorie, mit einigen Verfeinerungen und Erweiterungen gehört auch heute in die Lehrbücher für physikalische Chemie.

1924 erweiterte H. die Theorie auch auf konzentrierte Lösungen. Das Resultat legte er im November 1924 als Habilitationsschrift vor. Debyes Urteil lautete: „Die Arbeit ist sehr sorgfältig redigiert und enthält an allen entscheidenden Stellen eine kritische Würdigung der verschiedenen Gesichtspunkte, welche à priori in Betracht gezogen werden können. Ich halte die Arbeit für eine ausgezeichnete Leistung, durch die sich der Verfasser, von dem übrigens schon eine Reihe anderer Publikationen vorliegt, mit unbestreitbarem Erfolge als selbstständiger Forscher ausweist. H. hat außerdem schon des öftern im Institut Gelegenheit gehabt, gut gelungene Proben seiner Begabung als Lehrer zu geben“ (ETH-Bibliothek, Hochschularchiv SR 3: 1924, Nr. 1558). Im Dezember 1924 fand das Habilitationskolloquium statt, und die Konferenz der IX. Abteilung der ETH (die „Abteilung für Fachlehrer in Mathematik und Physik“) beschloss einstimmig, dem Schulrat die Erteilung der venia legendi für Physik an H. „aufs wärmste zu empfehlen“ (ebd., Nr 1638). Im Januar 1925 wurde H. Privatdozent. Er vertrat Debye bei der Hauptphysikvorlesung, als dieser eine mehrmonatige Vortragsreise in den USA hatte.

Nach der Habilitation durfte H. heiraten. Er war seit seiner Assistentenzeit in Göttingen mit einer Tochter des Professors für anorganische Chemie, Richard Zsigmondy (1865-1929), verlobt. Zsigmondy, dem 1926 der Nobelpreis für seine Forschungen kolloidaler Lösungen verliehen wurde, schätzte die wissenschaftlichen Fähigkeiten H.s sehr hoch, stellte aber die Habilitation als die Bedingung für die Heirat. Durch Zsigmondy „wesentlich angeregt“ (1972, 55) griff H. für seine weitere selbständige Arbeit Probleme der Kolloidwissenschaft auf. Sein Werk „Adsorption und Kapillarkondensation“ erschien in der durch Zsigmondy gegründeten und herausgegebenen Reihe „Kolloidforschung in Einzeldarstellungen“ Anfang 1928.

(Die Arbeit wäre wesentlich früher beendet worden, hätte H. nicht eine schwere Erkrankung, Blinddarmentzündung mit Komplikationen und Operation von August 1926 bis Sommer 1927 erleiden müssen. An Krankheitsfolgen sollte H. bis zum Lebensende leiden.)

Die über 300 Seiten starke Monographie behandelt thermodynamisch und molekulartheoretisch die Gleichgewichtszustände bei Adsorption von Gasen und Dämpfen an festen Oberflächen und in porösen Körpern. Sie wurde durch Rezensenten sehr hoch eingeschätzt als „eine außerordentlich wertvolle Bereicherung der wissenschaftlichen Literatur“ (Zs. für angewandte Chemie 41, 1928, 728); sie bietet „die einzige umfassende Darstellung der schwierigen Materie auf theoretisch einwandfreier Grundlage“ (Die Naturwissenschaften 16, 1928, 561). Durchaus positiv war auch die ausführliche Buchbesprechung (Zs. für physikalische Chemie 133, 1928, 472f.) vonseiten der angesehensten Fachgröße Herbert Freundlich (1880-1941). Offenbar hatte H. sein passendes Arbeitsgebiet gefunden.

So begab sich H., dank der Vermittlung Debyes als Rockefeller-Stipendiat, im April 1928 nach London, um bei Professor Frederick Donnan (1870-1856), einem Experten in der Kolloidwissenschaft, an dessen Institut des University College in London über Adsorption aus Lösungen zu arbeiten. Bald begriff H. aber, dass er „aufs falsche Pferd gesetzt hatte“ (1975, 125): Weder experimentell, noch konzeptuell war das Gebiet für eine einheitliche theoretische Bearbeitung reif.

Eine Besprechung mit Debye veranlasste H, sein ursprüngliches Gebiet der klassischen Physik einzutauschen für die eben entstandene und sich stürmisch entwickelnde neue Physik, „Quantenmechanik“ (in einer Version – „Wellenmechanik“). Interessanterweise hatte H. Kenntnis über die neue Physik bereits in Zürich direkt vom Begründer der Wellenmechanik, Erwin Schrödinger (1887-1961), damals Professor der Züricher Universität erhalten. H. war in dieser Zeit jedoch vollständig vertieft in seine Adsorption. Jetzt aber beschloss er, den neuen Bereich anzugehen. Bereits im Juni 1928 teilte Donnan dem Vorstand der europäischen Abteilung des Rockefeller-Fonds mit, dass H. „Zusammenhänge zwischen chemischer Valenz und der neueren Quantentheorie“ erforschen wird (Karacholios, 2010, 35).

H. studierte die einschlägigen Werke und Anfang 1929 hielt er selbst fünf Vorlesungen über neue Theorien in der Universität: „Das ist die beste Methode, ein Gebiet kennenzulernen, das einem neu ist“ (1975, 126). Nun war H. vorbereitet, an die Hochburg der Quantenmechanik, Kopenhagen, zu Niels Bohr gehen zu können. Die Zeit in Kopenhagen, (vom April bis Juni 1929) im Kreis von hochtalentierten Fachkollegen war anregend und fruchtbar. Bohr wies H. auf die kürzlich geschaffene quantenmechanische Theorie des einfachsten Moleküls (H2) hin. „Er meinte, man könne versuchen, auch die Doppelbindung wellenmechanisch zu behandeln“ (1970, 182). „Dies wurde dann tatsächlich das Problem, das ich anzugreifen versuchte und das mich durch Erweiterung auf daran anschließende Probleme und Fragen mehrere Jahre beschäftigte. So entstand schließlich daraus mein wissenschaftliches Hauptwerk“ (1975, 131f.).

Als H.s Rockefeller-Stipendium abgelaufen war, vermittelten ihm Debye und Max von Laue (1879-1960) ein weiteres Stipendium der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaften für ein Jahr, das ihm seine Arbeit fortzusetzen erlaubte. Als Objekt wählte H., offensichtlich dank seiner stetigen Kontakte mit seinem Bruder Walter, die für die organische Chemie wichtige C=C-Doppelbindung. Seine Fachkollegen hielten das Problem für zu kompliziert, ja unlösbar. H. fand jedoch eine Lösung, indem er die Elektronen, nach ihren Wellenfunktionen, in π- und σ-Elektronen aufteilte und eine kühne Vereinfachung wagte, dass zwischen beiden Elektronenarten keine Wechselwirkung bestehe. So konnte H. insbesondere das stereochemische Verhalten von C=C- und C=N-Doppelbindungen erklären, nämlich, ihre Stabilität gegen Verdrehen. Diese Pionierarbeit bedeutete die Geburt der organischen Quantenchemie. Die Denk- und Arbeitsweise H.s kann man mit seinen eigenen Worten über seinen Lehrer Debye charakterisieren, „der das wesentliche eines Problems sieht, formuliert und durch geniale Annäherungsverfahren die im Problem enthaltenen Fragen beantwortet“ (1972, 54).

Als H.s zweites Stipendium zu Ende ging, hatte er immer noch keine feste Stelle: Für sein Arbeitsgebiet gab es damals keine Lehrstühle und, dementsprechend, auch keine Assistentenstellen. Debye konnte schließlich Professoren der Technischen Hochschule in Stuttgart überzeugen, für H. einen Lehrauftrag im Fach „Chemische Physik“ einzurichten.

Laut dem Auftrag musste H. in jedem Semester vier Stunden Vorlesungen und eine Stunde Übungen pro Woche geben. Die Zahl der eingeschriebenen Zuhörer musste jeweils mindestens drei sein, sonst würden H.s Bezüge gekürzt. Diese wurden aus verschiedenen Stiftungen ziemlich schlecht zusammengesetzt, und es blieb von Semester zu Semester unsicher, ob die Mittel weiter bewilligt wurden. Die Zeit in Stuttgart nannte H.s Frau immer „sieben Jahre der Schmach“ (1975, 137).

Trotz solcher ungünstiger Verhältnisse entwickelte H.eine erstaunlich intensive und vielseitige schöpferische Arbeit. Sie wird teilweise durch seine Vorlesungen widergespiegelt, die ein breites Spektrum von Themen, in jedem Semester neu, einschlossen. Z. B., während der ersten zwei Jahre: „Einführung in die Lehre von den Spektren“, „Neue Vorstellungen und Erkenntnisse auf dem Gebiete der elektrolytischen Lösungen“, „Grenzflächenerscheinungen“, „Statistische Physik“, „Physikalische Eigenschaften und chemische Konstitution“, „Thermodynamik“, „Das periodische System im Lichte der Atomphysik“, „Kinetische Theorie der Gase“.

Über mehrere von seiner Themen hatte H. auch aus Anlass verschiedener Tagungen und Versammlungen vorgetragen und Artikel publiziert, so ein inhaltsreicher Aufsatz über die Thermodynamik binärer Lösungen (1936). Den Schwerpunkt seiner theoretischen Forschungen bildete aber die quantenmechanische Behandlung der chemischen Bindung, worüber er auch eine Vorlesung im WS 1934/35 hielt: „Quantentheorie der Molekularkräfte, insbesondere Theorie der Valenz“.

Sein Bruder Walter machte ihn auf das alte, seit Jahrzehnten ungelöste „Benzol-Problem“ aufmerksam: Das eigenartige, sog. „aromatische“ Verhalten des Benzols und der ähnlichen Ringsystemen blieb unerklärbar mit den bekannten Theorien.

H.s obengenannter Ansatz erschien für geeignet auch bei der Behandlung des Benzol-Problems. Dabei konnte H. die unlängst erschienene quantenmechanische Theorie der Elektronen in Metallen für seine Zwecke effektiv anwenden. Sein Hauptwerk – vier umfangreiche quantenmechanische „Beiträge zum Problem der aromatischen und ungesättigten Verbindungen“ wurde 1931-1933 publiziert. Eben hier wurde entwickelt, was man heute HMO-Theorie (Hückel-Molekül-Orbital-Theorie) nennt. H. fand insbesondere, dass nicht der Ring aus Atomen, sondern das Elektronengerüst des Moleküls für aromatisches Verhalten verantwortlich ist: Es liegt dann vor, wenn die Zahl der π-Elektronenpaare ungerade ist. So muss die Zahl der π-Elektronen gleich 2+4n (n = 0, 1, 2,…) sein, was heute als „Hückel-Regel“ gilt. Aufgrund dieser Regel konnte H. die Existenz einer Reihe unbekannter aromatischer Moleküle und freier Radikale voraussagen. Diese wurden tatsächlich während 1950-1960er Jahre insbesondere in den USA synthetisiert.

Freilich wurde H.s Theorie später überholt. Sein Ansatz zeigte sich aber äußerst fruchtbar für Weiterentwicklung und Verfeinerung.

Einer der Begründer der Molekül-Orbitale-Methode, Nobelpreisträger Robert Mulliken (1896-1986) sagte in seinem Nobelvortrag, dass H.s Methode „für den Organiker seit vielen Jahren ungewöhnlich nutzbringend ist“ (Angewandte Chemie 79, 1967, 548). Er nannte das Werk H.s über Benzol „monumental“ (Journal of chemical Physics 43, 1965, S8).

Zunächst wurde H.s Werk aber kaum wahrgenommen, obwohl H. mehrere Vorträge dazu hielt. Seine Versuche, das Verständnis der Chemiker zu gewinnen, blieben „miserable“: „Es war furchtbar schwer, diese Vorträge zu halten und vielleicht nicht leichter, sie zu verstehen“ (1970, 185). „Die Erstaufführung meiner «großen Benzoloper» war jedenfalls ein ausgesprochener Mißerfolg“ (1972, 55).

So bemühte sich H. eine speziell für Chemiker bestimmte Übersicht seiner Ergebnisse zu verfassen. Dafür verbrachte er einige Wochen im Herbst 1936 mit seinem Bruder in Breslau, wo dieser damals lehrte. In „fruchtbarem Gedankenaustausch“ mit ihm (1937, 849) schuf H. eine recht gelungene zusammenfassende Darstellung, das Werk „Grundzüge der Theorie ungesättigter und aromatischer Verbindungen“, das zunächst als zwei Zeitschriftartikel und dann in Buchform publiziert wurde.

Die Buchausgabe wurde dank der Unterstützung Debyes verwirklicht, der im November 1937 seine Meinung dem Verlag mitteilte; er schrieb: „Ich glaube, dass es in Deutschland niemand gibt, der die Frage der Anwendung der Quantentheorie auf die Chemie auch nur annähernd so gut wie Hückel behandeln könnte“ (Karachalios, 2003, 210). In der Vorbemerkung erklärte H., er bemühe sich, die Grundgedanken der Theorie darzustellen „ohne Benutzung der Geheimsprache“ der neuen Quantentheorie „oder zum wenigstens dort, wo die Geheimsprache unübersetzbar bleibt, ihre Ausdrücke verständlich zu umschreiben“ (1938, 3). Mulliken bezeichnete dieses Werk H.s sofort als „glänzend“ (Journal of Chemical Physics 7, 1939, 123). In Deutschland erhielt das Buch nur eine einzige Rezension. Der bedeutende Physikochemiker auf dem Gebiet der Spektroskopie, Günter Scheibe (1893-1980), begrüßte die Schrift „auf wärmste“ und empfahl sie „jedem Chemiker, der einen wachen Sinn für die weitere Entwicklung unserer Wissenschaft hat“ (Angewandte Chemie 51, 1938, 310).

Jedoch hatte H. kaum eine Chance, im Heimatland gehört zu werden. Einerseits herrschte die empirische organische Chemie in Deutschland vor, die Theorien vernachlässigte. Andererseits passte sein Gebiet der „Deutschen Physik“ des Dritten Reichs nicht. Viele Fachleute, mit denen H. Kontakt hätte haben können, wurden aus Deutschland vertrieben.

Im Herbst 1937 erhielt H. seinen ersten (und letzten) Ruf als planmäßiger a.o. Professor für theoretische Physik an der Universität Marburg. Bisher hatte er sich geweigert, in die Partei einzutreten, obwohl das ihm immer wieder geraten wurde. Um jedoch seine Lage irgendwie abzusichern, war H. 1934 widerstrebend in die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) eingetreten und hatte die Stelle eines NSV-Blockwarts übernommen. Nun sah er sich gezwungen, Parteimitglied zu werden, um endlich eine Beamtenstelle erhalten zu können. Später, bei der Entnazifizierung, wurde H. als „Mitläufer“ eingestuft.

Obwohl er jetzt eine feste Stelle und damit eine sichere wirtschaftliche Grundlage hatte, verschlechterten sich seine Möglichkeiten für wissenschaftliche Arbeit wesentlich: H. musste alle Kurse über theoretische Physik halten, wobei er weder über Assistent noch Sekretärin verfügte. Im Laufe des Krieges musste H. zusätzlich die Leitung des Physikpraktikums für Mediziner übernehmen, ebenfalls ohne Mitarbeiter. Bei seiner angegriffenen Gesundheit führten diese Umstände zum völligen Erliegen der Forschungsarbeit. Zu seinem 50. Geburtstag schrieb H. bitter, was in seinem Nachruf stehen müsste, u. a.: „er war nur theoretisch ein Physiker“, „er, der einst zu den schönsten Hoffnungen berechtigte, diese aber später weitgehend enttäuschte“, (Tietz, 1998). Er wusste nicht, dass sein Name im Ausland berühmt werden sollte, und als er dies endlich erfuhr, war er schon nicht mehr imstande, nachzuholen, was inzwischen im Ausland erarbeitet worden war.

Erst. 1948 bekam H. seinen ersten Hilfsassistenten, so konnte er nur wenige Schüler haben. Er blieb a.o. Professor, ein Jahr vor seiner Emeritierung verlieh man ihm ein persönliches Ordinariat.

Am Lebensabend publizierte H. ein markantes Buch aus seinen Erinnerungen mit dem Untertitel „Ernst und Satire“. Der Vergleich mit den Memoiren von Walter H. zeigt vielleicht am besten das Gegenteil der beiden talentvollen Brüder: Einerseits Walter – eine sehr gesunde, ausgeglichene systematische Natur, andererseits Erich – ein sehr sensibler, etwas neurotischer, künstlerisch eingestellter Mensch mit ausgeprägter schauspielerischer Begabung und Humor. Diese Gegensätze zogen sich an. „Ich habe mich meinem Bruder Walter schon auf der Schule immer geistig unterlegen gefühlt; hauptsächlich war es wohl seine ungeheure geistige Arbeitskraft und sein phänomenales Gedächtnis, was in mir diese Empfindung hervorrief“ (1975, 153-154). In der Person Walter hatte H. immer einen zuverlässigen chemischen Hintergrund. „Diese ganzen Arbeiten wären ohne meine Verbindungen mit meinem Bruder wahrscheinlich niemals zustande gekommen“. (1970, 185).

H.s wissenschaftlicher Weg war eher gewunden. Die nahezu vollständige Liste seiner Publikationen zählt 54 Titel. Mit Ausnahme einiger aerodynamischer Messungen bei Prandtls Versuchsanstalt und seiner Dissertation sind alle seine Arbeiten von rein theoretischem Charakter. Sie beziehen sich mehrere Fragestellungen (s. W), in der Geschichte der Naturwissenschaft bewahrt sich aber der Name H. dank seiner bahnbrechenden Forschungen in zwei Bereichen – Theorie der Elektrolyten und, besonders, Quantenchemie organischer Molekülen.

Sein dramatisches Schicksal ist ein lehrhaftes Beispiel, wie Zusammentreffen von wissenschaftlichen, politischen und persönlichen Umständen eine jahrzehntelange Verzögerung der Anerkennung eines großen Werks und damit der Wissenschaftsentwicklung bedingen kann.

Allerdings konnte H., wenn auch schon krank und verbittert, seinen späten Ruhm doch noch erleben.

Q UA Göttingen: Phil Prom H5, 25 (Promotionsakte H.), Kur 7555, Kur 7471 (Dokumente zur Einstellung H.s als Assistent); ETH Zürich, ETH-Bibliothek, Hochschularchiv SR 3: 1924, Nr. 1558, Nr. 1638, SR2: Schulratsprotokolle 1925, Sitzung Nr. 1 vom 17.01.1925 (Habilitation H.), Auskünfte vom 23., 25. u. 30.06.2014; UA Stuttgart: 127,H., E.(Ehrenpromotion H.); Auskunft vom 24.06.2014; Auskunft des UA Marburg vom 25.06.2014; Auskunft des Stadtbüros Marburg vom 8.07.2014;

W (mit M. Munk) Systematische Messungen an Flügelprofilen, in: Technische Berichte von d. Flugzeugmeisterei d. Inspektion d. Fliegertruppen, Charlottenburg 1, 1917, 148-163; Weitere Untersuchungen von Flügelprofilen, ebd., 204-218; Weitere Göttinger Flügelprofiluntersuchungen, ebd., 2, 1918, 407-450; D. Profilbestand von Tragflügeln. Eine Zusammenfassung d. bisherigen Göttinger Flügelprofilmessungen, ebd., 451-461, 3, 1918, 184; Zerstreuung von Röntgenstrahlen durch anisotrope Flüssigkeiten, in: Physikalische Zs. 22, 1921, 561-563; (mit M. Born) Zur Quantentheorie mehratomiger Molekeln, in: Physikalische Zs. 24, 1923, 1-12; (mit P. Debye) Zur Theorie d. Elektrolyte, I, II, ebd., 185-206, 305-323; (mit P. Debye) Bemerkungen zu einem Satze über die kataphoretische Wanderungsgeschwindigkeit suspendierter Teilchen, in: Physikalische Zs. 25, 1924, 49-52; Die Kataphorese d. Kugel, ebd., 2ß4-210; Zur Theorie d. Elektrolyte, in: Ergebnisse d. exakten Naturwissenschaften 3, 1924, 199-276; Zur Theorie konzentrierter wässeriger Lösungen starker Elektrolyte, in: Physikalische Zs. 26, 1925, 93-147; (mit R. Zsigmondy), Über Reduktionsgeschwindigkeit u. das Wachstum kleiner Goldteilchen bei d. Herstellung kolloider Goldlösungen, in: Zs. für physikalische Chemie 166, 1925, 291-303; Adsorption u. Kapillarkondensation, 1928; Theorie d. Beweglichkeiten des Wasserstoff- u. Hydroxylions in wässriger Lösung, in: Zs. für Elektrochemie 34, 1928, 546-562; Zur Quantentheorie d. Doppelbindung, in: Zs. für Physik 60,1930, 423-456; Zur Quantentheorie d. Doppelbindung u. ihres stereochemischen Verhaltens, in: Zs. für Elektrochemie 36, 1930, 641-645; Quantentheoretische Beiträge zum Benzolproblem. I. Die Elektronenkonfiguration des Benzols u. verwandter Verbindungen, in: Zs. für Physik 70, 1931, 204-286; II. Quantentheorie d. induzierten Polaritäten, ebd. 72, 1931, 310-337; Theory of heat evolved in capillary condensation, in: Transactions of the Faraday Society 28, 1932, 382-386; (mit Walter Hückel) Theory of induced polarities in benzene, in: Nature 129, 1932, 937f.; Quantentheoretische Beiträge zum Problem d. aromatischen u. ungesättigten Verbindungen. III. In: Zs. für Physik 76, 1932, 628-648; Die freien Radikale d. organischen Chemie. Quantentheoretische Beiträge zum Problem d. aromatischen u. ungesättigten Verbindungen. IV, ebd. 83, 1933, 632-668; Theory of free radicals of organic chemistry, in: Transactions of the Faraday Society 30, 1934, 40-54, 58-60; Über die C-C-Bindung im Hexaphenyläthan, in: Zs. für physikalische Chemie, B, 34, 1936, 335-338; Zur Theorie des Magnetismus sogenannter Biradikale, ebd., 339-347; Bemerkung zur Thomsonschen Theorie d. Kondensation an Ionen, in: Physikalische Zs. 37, 1936, 137f.;

Die Bedeutung d. neuen Quantentheorie für die Chemie, in: Zs. für Elektrochemie 42, 1936, 657-662; Zur Theorie binärer Lösungen, ebd., 753-778; Kritische Betrachtungen zur Theorie d. Substitutionsreaktionen an substituierten Benzolen, in: Zs. für physikalische Chemie, B, 35, 1937, 163-192; Grundzüge d. Theorie ungesättigter u. aromatischer Verbindungen, in: Zs. für Elektrochemie 43, 1937, 752-788, 827-849; Grundzüge d. Theorie ungesättigter u. aromatischer Verbindungen, 1938, Reprinted (USA) 1980; Die Mesomerievorstellung u. einige ihrer Anwendungen in d. organischen Chemie, in: Angewandte Chemie 58, 1939, 42f.; (mit B. Krause) Über die relative Stabilität von Methylacenen u. Methylendihydroacenen, in: Zs für Naturforschung 6a, 1951, 112-116, 514f.; (mit G. Kraft) Untersuchungen über den Einfluß d. endlichen Ionengrößen auf das thermodynamische Verhalten von Elektrolytlösungen, in: Zs. für physikalische Chemie, Neue Folge, 3, 1955, 135-175; 5, 1955, 305-311; Zur Entwicklung d. Denkmodelle in d. Chemie, in: Naturwissenschaftliche Rundschau 9, 1956, 92-98; Zur modernen Theorie ungesättigter u. aromatischer Verbindungen, in: Zs. für Elektrochemie 61, 1957, 866-890; Chemiker im Gespräch: E. H., in: Chemie in unserer Zeit 4, 1970, 180-187; Erinnerungen an Peter Debye u. an meine Lehrjahre, in: Physikalische Blätter 28, 1972, 53-57; Ein Gelehrtenleben. Ernst u. Satire, 1975.

 

L Poggendorffs Biographisch-literarisches Handwörterbuch, VI, Teil 2, 1937, 1173, VIIa, Teil 2, 1958, 564, VIII, Teil 2, 2002, 1561f.; DBE, 2. Aufl. 5, 2006, 192; Lexikon bedeutender Chemiker, 1989, 214.; R. E. Oesper, E. H., in: Journal of Chemical Education 28, 1950, 674 (B);

H. Falkenhagen, E. H. 60 Jahre, in: Physikalische Blätter 12, 1956, 367f.; Anne Hückel, E. H., in: Nachrichten aus Chemie u. Technik 13, 1965, 382f. (B); R. Kuhn, Rede, aus Anlass d. Verleihung an E. H. des Otto-Hahn-Preises, ebd,, 384; M. Kaminsky, Prof. Dr. E. H. zum siebzigsten Geburtstage, in: Annalen d. Physik, 7. Folge, 18, 1966, 2-5 (B); E. Gerischer, E. H. zum 75. Geburtstag, in: Berichte d. Bunsen-Gesellschaft für physikalische Chemie 75, 1971, 723 (B); W. Walcher, E. H. 75 Jahre, in: Physikalische Blätter 27, 1971, 364; R. G. Parr, E. H. and Friedrich Hund – Pioneers in Quantum Chemistry, in: International Journal of Quantum Chemistry 12, 1977, Symposium 11, 29-37; W. Haberditzl, 50 Jahre Theorie d. chemischen Bindung, in: Zs. für Chemie 18, 1978, 353-359 (insbesondere S. 355f.); Inge Auerbach, Catalogus professorum Academiae Marburgensis, Bd. 2: von 1911 bis 1971, 1979, 828; K. Suchy, E. H.+, in Physics today 33, Nr. 5, 72, 74f. (B); Kurt Suchy, E. H. zum Gedenken, in: Physikalische Blätter 36, 1980, 248f. (B); H. Hartmann, H.C. Lomguet-Higgins, E. H., in: Biographical Memoirs of Fellows of the Royal Society 28, 1982, 152-162 (B auf d. S. 152); W. Jaenicke. 100 Jahre Bunsen-Gesellschaft, 1994, 216 (B auf d. S. 257); J. A. Berson, E. H. – Pionier d. Organischen Quantenchemie: Leben, Wirken u. späte Anerkennung, in: Angewandte Chemie 108, 1996, 2922-2937; G. Frenking, 100. Geburtstag von E. H., in: Chemie in unserer Zeit, 31, 1997, 27-31 (mit Bilder); Horst Tietz [Erinnerungen an E.H., 1998] http://www.quantum-chemistry-history.com/Tietz1.htm; J. A. Berson, Chemical Creativity: Ideas from the Work of Woodward, Hückel, Meerwein and Others, 1999, 33-75; Klaus Beneke, E. H. (1896-1980), in: Biographien undwissenschaftliche Lebensläufe von Kolloidwissenschaftlern, deren Lebensdaten mit 1996 in Verbindung stehen. Beiträge zur Geschichte der Kolloidwissenschaften, VIII. Mitteilungen der Kolloid-Gesellschaft, 1999, 274-304; Helge Kragh, Before quantum chemistry: E. H. and the physics-chemistry interface, in: Centaurus 43, 2001, 1-16; Ute Deichmann, Flüchten, Mitmachen, Vergessen. Chemiker u. Biochemiker in d. NS-Zeit, 2001, 157-159; Andreas Karachalios, E. H. (1896-1980): von der Physik zur Quantenchemie, Diss. Naturwiss., Univ. Mainz, 2003; Andreas Karachalios, E. H. (1896-1980): From Physics to Quantum Chemistry, 2010.

 

B Chemie in unserer Zeit 4, 1970, 182 (mit Walter H., 1914), 185 (mit den Brüdern, 1938); D. Hoffmann, M. Walker (Hg.) „Fremde“ Wissenschaftler im Dritten Reich, 2011, 137 (Gruppenphoto mit P. Debye, 1938); H., Ein Gelehrtenleben, 1975, Titelbild, Seiten 18, 19, 10ß, 169, Vgl. L..

 

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